Klinik für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche brauchen eine spezialisierte und liebevolle Medizin und Pflege. Die Kinderklinik am EKO. widmet sich dieser Aufgabe seit über 50 Jahren und versorgt akut und chronisch kranke Kinder und Jugendliche aller Altersklassen. Besondere Schwerpunkte sind die Neonatologie, die Neuropädiatrie, die Diabetologie, die Pneumologie und die Kardiologie. Hier kommen Kinder und Jugendliche aus dem weiteren Umfeld zu uns, denn die Klinik erfüllt einen überregionalen Versorgungsauftrag.

Ansprechpartner

Oberärztin
K. Nadolski 

Tel.: 0208 881-4221
Fax: 0208 881-4225
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Diabetes-
beratung Kinder 
Christin Schrötter 

Tel.: 0208 881-4239
Fax: 0208 881-4225
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Diabetes-
beratung Kinder 
Nadine Moseler

Tel.: 0208 881-4239
Fax: 0208 881-4225
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Diabetes mellitus - die "Zuckerkrankheit"

Der Diabetes mellitus Typ 1 ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Gegenwärtig sind mehr als 28.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland am Diabetes Typ 1 erkrankt. Dabei steigt die Erkrankungsrate weiter an: bis 2025 wird eine Verdoppelung der Zahl der erkrankten Kinder und Jugendlichen erwartet, wobei die Neuerkrankungsrate vor allem bei den unter 5-jährigen Kindern stark zunimmt. 

   

Die genaue Ursache für den Typ-1-Diabetes ist noch unbekannt, es wird eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren angenommen, die letztlich zu einer Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen führt. Die typischen Symptome sind: starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und Gewichtsverlust. Die Behandlung erfolgt mit Insulin, das nach verschiedenen Strategien zugeführt wird. Zur Überprüfung des Behandlungserfolges muss eine regelmäßige Stoffwechselkontrolle durchgeführt werden. Erkrankt ein Kind an Diabetes mellitus Typ 1, wird eine intensive Schulung des Patienten und seiner Eltern durchgeführt. Anschließend erfolgt eine ambulante Betreuung in enger Zusammenarbeit zwischen kinder- und jugenddiabetologischer Spezialambulanz und Kinderarzt.

   

Neben dem Typ 1-Diabetes wird heute auch im Kindes- und Jugendalter der Typ 2-Diabetes (früher: Altersdiabetes) beobachtet. Die Entwicklung in den letzten Jahren hat allerdings gezeigt, dass diese Form des Diabetes insbesondere in Europa und den USA zunehmend auch im Kindes- und Jugendalter auftritt. Neben Erbfaktoren sind insbesondere auch Lebensgewohnheiten mit Fehlernährung und daraus resultierendem Übergewicht sowie mangelnder körperlicher Aktivität verantwortlich. Die Ursache der Erkrankung ist kein vollständiger  Insulinmangel wie bei Diabetes mellitus Typ 1. Vielmehr entwickeln die Körperzellen eine Insulinresistenz. Das bedeutet, dass sie immer weniger auf Insulin ansprechen, bis sie schließlich unempfindlich (resistent) werden. Die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 zielt zunächst auf eine Ernährungsumstellung mit Gewichtsreduktion und Motivation zu sportlicher Betätigung ab. Sollten diese Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, kann eine medikamentöse Behandlung oder in der Folge auch Insulin erforderlich werden.

   

MODY (Maturity Onset Diabetes of the Young)

MODY (Maturity Onset Diabetes of the Young)ist die Bezeichnung für eine Sonderform des Diabetes mellitus (Typ 3). Sie tritt meist vor dem 25. Lebensjahr auf und wird in Familien von Generation zu Generation weitergegeben. Ein spezieller molekulargenetischer Nachweis ist möglich. Es sind mehrere verschiedene MODY-Formen bekannt. Die Behandlung erfolgt diätetisch oder medikamentös.      

   

Allen Diabetesformen gemeinsam ist, dass sie durch eine chronische Erhöhung des Blutzuckerspiegels gekennzeichnet sind. Diese führt langfristig zu schweren Folgeerkrankungen an Augen, Nieren, Herz, Gefäßen und Nerven. Bei absolutem Insulinmangel kann es allerdings schon sehr rasch zu einer akut lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung (Ketoazidose) kommen. Wer gut geschult ist und regelmäßig an den Diabetes-Verlaufsuntersuchungen teilnimmt, hat gute Chancen, diese Komplikationen zu vermeiden.

   

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