Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Die Klinik für Diagnostische Radiologie hält verschiedenste radiologische Untersuchungsmethoden für die medizinischen Fachabteilungen des EKO. vor. Es bietet die gesamte bildgebende radiologische Diagnostik sowie interventionell-radiologische Therapiemaßnahmen an.

Chefarzt

Chefarzt Prof. Dr. med.
Claus Nolte-Ernsting

Tel.: 0208 881-1141
Fax: 0208 881-1161

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Lexikon

Begriffe aus der Radiologie in laienverständlicher Sprache.

Kontrastmittel

Kontrastmittel sind Arzneimittel, die nicht der Heilung von Krankheiten dienen, sondern bei der Krankheitserkennung helfen, indem sie von der Röntgenstrahlen stärker oder schwächer absorbiert werden als von den benachbarten Körpergeweben, wodurch sie für die röntgenologische Darstellung von Körperstrukturen geeignet sind.

 

Es wird unterschieden zwischen 

  1. Oralen Röntgenkontrastmitteln
    flüssiges Bariumsulfat oder jodhaltige Flüssigkeit, welches über den Mund oder auch als Einlauf verabreicht wird, um die Verdauungsorgane (Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm) zu kontrastieren. Diese Substanzen erscheinen im Röntgenbild weiß. Nach Gabe von Bariumsulfat kann es zu Verstopfung, nach der Gabe der jodhaltigen Kontrastmittel zu Durchfall kommen. Für nahezu jede Untersuchung des Bauchraums wird orales Kontrastmittel verabreicht, sowohl in der Durchleuchtung wie auch im CT.
  2. Jodhaltigen i.v. Röntgenkontrastmitteln
    Röntgenkontrastmittel, welches in ein Gefäß gespritzt wird um Gefäße, Tumoren und Entzündungen besser darstellen zu können. Kommt zum Einsatz bei der Computertomographie, Angiographie und speziellen Nierenuntersuchungen. Nach der Injektion des Kontrastmittels (CT - zwischen 60 und 120 ml) verspürt der Patient ein Wärmegefühl und manchmal einen komischen Geschmack im Mund. Bei der Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln besteht eine geringe Allergiegefahr. Wenn eine Allergie bekannt ist, muss dies unbedingt dem Personal mitgeteilt werden. Weiterhin kann jodhaltiges Kontrastmittel den Nieren schaden. Aus diesem Grund benötigen wir vor der Durchführung der Untersuchung die aktuellen Laborwerte der Nieren (Kreatinin und Harnstoff). Durch den hohen Jodgehalt besteht die Möglichkeit, eine Schilddrüsenüberfunktion auszulösen. Deshalb ist es sinnvoll, bei dem begründeten Verdacht einer Schilddrüsenerkrankung die entsprechenden Laborwerte bestimmen zu lassen (TSH).
  3. MRT-Kontrastmitteln
    diese werden während der Untersuchung in eine Vene gespritzt (i.v.). MRT-Kontrastmittel enthält seltene Erden, die paramagnetische Eigenschaften aufweisen und in den MRT-Bildern Gefäße, Entzündungen und Tumore hell erscheinen lassen. Bei der Gabe von MRT-Kontrastmitteln besteht ein sehr geringes Risiko, eine allergische Reaktion zu entwickeln.