Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie


Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Die Klinik für Diagnostische Radiologie hält verschiedenste radiologische Untersuchungsmethoden für die medizinischen Fachabteilungen des EKO. vor. Es bietet die gesamte bildgebende radiologische Diagnostik sowie interventionell-radiologische Therapiemaßnahmen an.
Chefarzt

Chefarzt Prof. Dr. med.
Claus Nolte-Ernsting
Tel.: 0208 881-1141
Fax: 0208 881-1161
Lexikon
Begriffe aus der Radiologie in laienverständlicher Sprache.
Magnetresonanztomographie, MRT (Kernspintomographie)
Die Magnetresonanztomographie (MRT, NMR), auch Kernspintomographie (KST) genannt, ist ein modernes Schnittbildverfahren, das seit etwa 20 Jahren in der bildgebenden Diagnostik angewandt wird. Ähnlich wie in der Computertomographie (CT) werden durch die Kernspintomographie Schnittbilder erzeugt.
Im Gegensatz zu klassischen radiologischen Röntgenuntersuchungen und zu der Computertomographie wird zur Bilderzeugung jedoch keine ionisierende Strahlung eingesetzt. Das Grundprinzip der Kernspintomographie beruht auf der Anwendung eines starken äußeren Magnetfeldes, sowie dem wiederholten Einsatz von Radiowellen (Hochfrequenzpulse).
In der Regel beruht die Bildgebung auf der Anregung von Wasserstoffprotonen. Wasserstoffprotonen eignen sich deshalb zur Bildgebung, da der Körper zum überwiegenden Anteil aus Wasser besteht. Vereinfacht dargestellt richten sich die Wasserstoffprotonen in dem äußeren Magnetfeld, ähnlich wie Kompassnadeln in dem Magnetfeld aus. Wird zusätzlich zu dem äußeren Magnetfeld kurzzeitig ein schwächeres Magnetfeld (sogenannte Gradienten) überlagert, so lassen sich die Wasserstoffprotonen kurzzeitig aus ihrer Ausrichtung ablenken. Wird der Gradient wieder ausgeschaltet, so streben die Wasserstoffprotonen ihre Ausgangslage wieder an. Aus der freiwerdenden Energie läßt sich über Umrechnungsvorgänge aus der Vielzahl unterschiedlicher Signale Schnittbilder in beliebigen Raumebenen erstellen.