Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Die Klinik für Diagnostische Radiologie hält verschiedenste radiologische Untersuchungsmethoden für die medizinischen Fachabteilungen des EKO. vor. Es bietet die gesamte bildgebende radiologische Diagnostik sowie interventionell-radiologische Therapiemaßnahmen an.

Chefarzt

Chefarzt Prof. Dr. med.
Claus Nolte-Ernsting

Tel.: 0208 881-1141
Fax: 0208 881-1161

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Lexikon

Begriffe aus der Radiologie in laienverständlicher Sprache.

Was ist eine Mammographie

Der Begriff Mammographie bezeichnet eine Röntgenuntersuchung der Brust, mit deren Hilfe auch verdächtige Veränderungen, die selbst ein erfahrener Gynäkologe noch nicht ertasten kann, festgestellt werden können. In der Regel werden zwei Röntgenaufnahmen der Brust angefertigt.

Bei der einen Aufnahme wird der Röntgenstrahl von oben durch die Brust (cranio-caudal, cc) geleitet, die zweite Aufnahme erfolgt in der Regel im schrägen (oblique) Strahlengang.

Aus Strahlenschutzgründen und um eine bessere Aufnahmequalität zu erzielen, wird bei dieser Untersuchung die Brust durch eine spezielle Haltevorrichtung vorsichtig zusammengedrückt und während der Untersuchung so gehalten. Dieser Druck ist für den Patienten zwar unangenehm, sollte jedoch nicht schmerzhaft sein. Durch diese gezielte Kompression des Brustdrüsengewebes wird zum einen die Strahlendosis reduziert und zum anderen die Bildqualität verbessert.

Derzeit erfolgt die konventionelle Mammographie entweder unter Zuhilfenahme hochauflösender feinzeichnender Spezialfolien oder in sogenannter digitaler Mammographietechnik.

Grundsätzlich geht jede Mammographie mit einer eingehenden klinischen Untersuchung der Brust einher. Zusätzlich kann bei Bedarf noch eine Ultraschalluntersuchung der Brust oder eine MR-Mammographie durchgeführt werden.

 

 

 

Bewertung und Konsequenz

 

Die Auswertung der Mammographie-Aufnahmen erfolgt standardisiert nach der

BI-RADS - Klassifikation

 

  • 0
    Beurteilung unvollständig 
    weitere Bildgebung zur Gesambeurteilung
     
  •  I
    negatives Mammogramm
    Unauffälliges Mammogramm ohne Hinweis auf fokale Befunde
     Turnusgemäße Früherkennungsmannorgraphie
     
  • II
    gutartiger Befund
     
  •  III
    wahrscheinlich gutartiger Befund

Mammographischer Nachweis eindeutig benigner Veränderungen z.B. kalzifizierte Fibroadenome, Talgdrüsenverkalkungen, Ölzysten, Lipome, intramammäre Lymphknoten, etc. Insgesamt keinerlei Hinweis auf Malignität.

Verlaufskontrolle in kurzem (6 Monate) Intervall.

 

  • III
    Wahrscheinlich benigne Veränderungen - kurzfristige Kontrolle empfohlen
    Mammographische Veränderungen mit hoher Wahrscheinlich für Benignität. Zur Befunderhärtung bei vermuteter Gutartigkeit wird dennoch eine Kontrolle empfohlen.
     
  • IVa
    geringgradig malignomsuspekter Befund
    histologische Klärung
     
  • IVb
    mittelgradig malignomsuspekter Befund
    histologische Klärung
     
  • IVc
    hochgradig malignomsuspekter Befund
    histologische Klärung
     
  • V
    hochmalignomverdächtige Veränderungen
    Läsionen mit hoher Wahrscheinlichkeit der malignen Entartung.
     
  • VI
    histologisch gesichertes Malignom
    angemessene Behandlung