Presse


Presse
Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Schlagen Sie in unserem Archiv nach, welche Neuigkeiten das EKO. in den letzten Monaten bewegt haben. Oder informieren Sie sich anhand unsere gedruckten Publikationen.
Ansprechpersonen
Die passenden Ansprechpersonen finden Sie unter der jeweiligen Pressemitteilung oder in den jeweiligen Kliniken.
Pressemitteilung
„Familienzeit nach Krebs“
Selbsthilfegruppen für Frauen mit Brustkrebs gibt es viele, Gruppen für ganze Familien dagegen sind eher selten. In Oberhausen gibt es ein solches Angebot: die „Familienzeit nach Krebs“.
Smoothies mixen, gemeinsam trommeln und sich darüber unterhalten, wie es ist, wenn die Mama Brustkrebs hat. „Anstrengend“, so die offene Antwort eines Elfjährigen, dessen Mutter gerade eine Chemotherapie gemacht hat. In der „Familienzeit nach Krebs“, einer Selbsthilfegruppe des BrustZentrum MülheimOberhausen (BZMO) und des Ev. Familien- und Erwachsenenbildungswerks Oberhausen, treffen sich Patientinnen und ihre Familien und verbringen einen Nachmittag zusammen. „Denn auch die Angehörigen sind betroffen, wenn ihre Frau oder Mutter an Brustkrebs erkrankt“, sagt Anke Pollmanns, kommissarische Leitung der Klinik für Geburtshilfe am Ev. Krankenhaus Oberhausen und Leitung des BZMO, Standort Oberhausen.
An jedem zweiten Samstag im Monat treffen sich die Familien im Ev. Familien- und Erwachsenenbildungswerk. „Es geht darum, ein paar unbeschwerte Stunden zusammen als Familie zu erleben, losgelöst vom Monster Krankheit, und ohne etwas erklären zu müssen“, sagt Ute Schroer-Wülbeck vom Bildungswerk. Die Kinder, die dabei sind, sind zwischen drei und 20 Jahren. „Alle sind sehr offen, es gibt keine Tabu-Themen“, sagt Breast Care Nurse Helga Steines vom BZMO.
Medizinische und persönliche Themen
Neben schönen Freizeitaktivitäten stehen auch medizinische Themen auf dem Programm. Dazu gehört alles, was für die Teilnehmerinnen relevant ist, zum Beispiel spezielle Atemtechniken oder ein Vortrag zu Lymph-Beeinträchtigungen.
Selbsthilfegruppen für Frauen mit Brustkrebs sind bekannt, Gruppen für ganze Familien sind dagegen noch selten. „Die Familien sind oft außen vor, manche Frauen erzählen ihnen gar nichts über ihre Krankheit. Sie wollen Ehemann und Kinder schonen“, sagt Anke Pollmanns. Als ein 15-jähriges Mädchen erzählte, wie sehr sie lapidare Äußerungen von Mitschülern über Krebs treffen, trifft sie bei den Kindern und Jugendlichen der Familienzeit auf Verständnis. Denn diese sind in der gleichen Situation wie sie. Bei den Erwachsenen zeigt sich Betroffenheit – vom Austausch solcher Erfahrungen profitieren alle in Wahrnehmung der verschiedenen Perspektiven. „Es ist wichtig, dass es beides gibt: Angebote für Frauen alleine und für Frauen mit ihren Familien“, betont Ute Schroer-Wülbeck.
Interessierte können sich gerne bei Ute Schroer-Wülbeck vom Ev. Familien- und Erwachsenenbildungswerk Oberhausen melden unter der Telefonnummer 0208 85008-63.
Weitere Informationen auch unter www.bzmo.de