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Pressemitteilung
Kälteballon hilft bei Vorhofflimmern
Das Evangelische Krankenhaus Oberhausen (EKO.) ist das einzige Krankenhaus in der Umgebung, das diese Therapie bei Herzrhythmusstörungen anbietet.
Vorhofflimmern gilt als eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen. Zur Behandlung bietet die Klinik für Kardiologie und Angiologie am EKO. neben der herkömmlichen Wärme-Ablation auch eine Ablation mittels Kälte an. „Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv“, erklärt Dr. Florin Laubenthal, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie. „Hierbei wird ein Ballon ins Herz eingeführt, der mit Hilfe von flüssigem Lachgas auf -60 Grad abgekühlt wird.“ Hierdurch wird mit dem Ballon Gewebe, das falsche elektrische Impulse bildet und somit das Vorhofflimmern auslöst, verödet. „Diese Kälte-Ablation bieten wir als einziges Krankenhaus in der Umgebung an“, ergänzt Oberarzt Dr. Thomas Kox. „Das Verfahren ist sehr schonend für den Patienten und birgt tendenziell weniger Komplikationen als eine Ablation mittels Wärme. Bei Wärme-Ablationen kommt es beispielsweise nachweislich häufiger zu Herzverletzungen. Insgesamt sind die Komplikationsraten aber auch bei der Ablation mit Hilfe von Wärme zum Glück sehr niedrig. Bei speziellen Konstellationen verwenden auch wir die Wärme-Ablation als Standardverfahren.“
„Vorhofflimmern ist heute gut behandelbar“, so Dr. Laubenthal. Beim Vorhofflimmern schlagen Herzkammer und Vorhöfe unabhängig voneinander in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Für das Herz ist das sehr anstrengend, Organe werden nicht mehr gut versorgt, Blutgerinnsel können sich bilden und einen Schlaganfall auslösen. Abhilfe schaffen kann eine Ablation. „Wir haben mit der Kälte-Ablation sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Dr. Kox. In der Regel dauert der Eingriff 1,5 Stunden, der Patient kann die Klinik innerhalb von zwei Tagen wieder verlassen.
Schätzungen zufolge leiden ca. zwei Prozent der Bevölkerung unter Vorhofflimmern, im Alter nimmt die Zahl der Patienten zu. So leiden bei den 70-Jährigen ca. zehn Prozent unter Vorhofflimmern. Erkannt wird die Krankheit meistens eher zufällig, denn die Symptome sind nicht eindeutig. Betroffene merken oft gar nichts oder leiden unter unspezifischen Symptomen wie Abgeschlagenheit oder innerer Unruhe.