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Pressemitteilung
Kinder aus dem Friedensdorf werden kostenfrei im EKO. operiert
Zwei Chefärzte aus dem EKO. operieren Kinder aus dem Friedensdorf International.
In den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt sind Kinder diejenigen, die durch die Konflikte besonders benachteiligt werden. Oft sind die Behandlungsmöglichkeiten der Ärzte vor Ort unzureichend. Aus diesem Grund kooperiert das EKO. seit vielen Jahren mit dem Friedensdorf International und behandelt Kinder aus Krisengebieten.
Merabudin ist eines von ihnen. Er ist 13 Jahre alt und kam vor einem Jahr aus Afghanistan ins Friedensdorf in Oberhausen. In seinem Arm steckte seit drei Jahren ein Granatensplitter, der zu einer chronischen Knochenentzündung geführt hatte. Es war fraglich, ob sein Arm gerettet werden kann. Heute, nach mehreren Eingriffen, kann Merabudin seinen Arm frei bewegen. „Ich bin sehr glücklich. Ich freue mich darauf, in die Schule zu gehen, schreiben zu lernen und ich will mit meinen Freunden Fußball spielen.“
Etwa vier Kinder behandeln die Chirurgen im EKO. in Kooperation mit dem Friedensdorf pro Jahr. „Es ist toll, dass wir diese Arbeit machen dürfen. Ohne die Unterstützung unserer Geschäftsführung wäre das nicht möglich“, sagt Dr. Peter Rommelmann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. „Wir haben es mit Befunden zu tun, die wir hier in Deutschland kaum sehen – Knochenentzündungen nach Verletzungen durch Granatensplitter, Zustände nach Verbrennungen“, so der Chefarzt. „Unser Ziel ist es, jedes Leben zu retten und den Kindern die Chance zu geben, ein normales Leben zu führen.“
Auch die dreijährige Hamida aus Afghanistan wurde im EKO. behandelt. Sie hatte eine komplizierte Verletzung am Beim. „Als wir ihr nach der OP den Gips abnahmen, ist sie sofort gelaufen. Ohne Probleme. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagt Ulrike Brokmeier, Chefärztin der Kinderchirurgie. „Wenn wir es schaffen, dass die Kinder leben können wie alle anderen, dass sie tanzen, spielen und laufen können, dann haben wir unser Ziel erreicht. Denn gerade in Krisenländern kann eine körperliche Beeinträchtigung lebensgefährlich sein.“
Mitte August reisten Merabudin und Hamida nach Afghanistan zurück. Sie freuten sich auf ihre Familien, auch wenn im Laufe des vergangenen Jahres die Kinder im Friedensdorf zu ihrer zweiten Familie geworden sind. „Der Zusammenhalt unter den Kindern ist sehr groß“, beschreibt Claudia Peppmüller vom Friedensdorf International. Aber auch die Verbindung nach Deutschland bleibt teilweise über Jahre bestehen. „Über Facebook bekommen wir oft Fotos und Nachrichten von Erwachsenen, die als Kinder bei uns waren. Schön ist, dass viele von ihnen vor Ort die Hilfe weitergeben, die sie in Deutschland erfahren haben. Diese Erfahrung prägt.“
Foto: v.l. Hamida, Ulrike Brokmeier, Dr. Peter Rommelmann, Sahil, Merabudin.