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Pressemitteilung
Prominente zeigen im EKO. Gesicht gegen Kindesmisshandlung
Eindrucksvolle Ausstellung des Deutschen Kindervereins und der Barmer GEK
Roman Weidenfeller, Andreas Bourani, Hannelore Elsner und Sebastian Fitzek: Sie alle sind ab dem 25. Oktober im Foyer des Ev. Krankenhauses Oberhausen (EKO.) zu Gast – als große und eindrucksvolle Porträtfotos. Mit Bildern von Prominenten macht die Ausstellung „Gesicht zeigen“ des Deutschen Kindervereins und der Barmer GEK auf Gewalt gegen Kinder aufmerksam.
Ein Klaps auf den Po, eine Ohrfeige. Verbrennungen durch Zigaretten oder Verwahrlosung. Allein in Oberhausen gab es 2015 laut Polizeistatistik 16 Kindesmisshandlungen, acht Kinder waren jünger als sechs Jahre. Und es sind weit mehr Kinder betroffen, als die amtliche Statistik aufführt. „Hinter den Zahlen stehen berührende Schicksale unzähliger Kinder“, sagt Rainer Rettinger, Geschäftsführer des Deutschen Kindervereins, der die Ausstellung organisiert hat. „Und nicht immer werden ihre Gefährdung und ihr Leid wahrgenommen.“
Die Zahlen sind erschreckend: Insgesamt gab es 2015 in Oberhausen 445 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls. Bei 67 Kindern handelte es sich um eine akute und bei 48 Kindern um eine latente Gefährdung. Bei 128 Kindern gab es keine Gefährdung, wohl aber Hilfebedarf. Mit der Ausstellung „Gesicht zeigen“ wollen der Deutsche Kinderverein und die Barmer GEK auf dieses Thema aufmerksam machen.
Die Porträts des renommierten Fotografen Carsten Sander werden vom 25. Oktober bis zum 3. November im Ev. Krankenhaus Oberhausen ausgestellt. Dr. Sebastian Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Kindervereins und Oberarzt in der Klinik für Urologie, hat die Ausstellung ans EKO. geholt. Er kam auf die Idee, weil es am EKO. eine große Kinderabteilung und eine Kinderschutzambulanz gibt. „Das ist ein gutes Umfeld, um dieses Thema in die Öffentlichkeit zu bringen“, sagt er.
Die Kinderschutzambulanz, in der sich ein Expertenteam um sämtliche Formen der Gewalt gegen Kinder, körperliche wie seelische, kümmert, gibt es seit 2010 am EKO. Als direkter Ansprechpartner für das Jugendamt, für niedergelassene Kinderärzte, aber auch für betroffene Eltern und Angehörige, versucht die Kinderschutzgruppe den betroffenen Kindern und Jugendlichen so schnell wie möglich zu helfen. Dabei ist das Team auf Spenden angewiesen, denn die regulären Abrechnungen decken die Behandlungskosten nicht. Außerdem fehlen der Kinderschutzambulanz ein eigener Raum und ein Kinderpsychologe. Die Spenden werden auch benötigt, um Spielzeug oder Kleidung für die Kinder zu kaufen.
Die Ausstellung „Gesicht zeigen“ ist vom 25.10.2016 (ab 14 Uhr) bis zum 3.11.2016 im EKO. (Virchowstraße 20) in den Häusern A und F zu sehen. Der Eintritt ist frei.